Mandoki Soulmates

»Hungarian Pictures: Utopia for Realists«


Visual Album | VÖ: 24.09.2021

Pressetext

Einigkeit gegen Krieg – zusammen für die Menschlichkeit

MANDOKI SOULMATES geben Benefizkonzert zugunsten ukrainischer Flüchtlinge gemeinsam mit der ukrainischen Pop-Ikone KAMALIYA am 24.04. im Herkulessaal der Residenz München

 

Bei der 51. Jazzwoche Burghausen setzten die MANDOKI SOULMATES am 25. März mit ihrem Konzert ein Zeichen gegen Spaltung und Krieg – für Zusammenhalt und Menschlichkeit und wurden vom begeisterten Festivalpublikum mit Standing Ovations gefeiert.

Gemeinsam mit Mastermind Leslie Mandoki standen in Burghausen die Soulmateskollegen Bill Evans, Randy Brecker, Mike Stern, Tony Carey, Max Merseny auf der Bühne.

Als Gast begrüßten die Soulmates auch die erst vor kurzem aus Kiew geflohenen Sängerin Kamaliya, eine der bekanntesten Künstlerinnen der Ukraine, mit der sie unter anderem gemeinsam das ukrainische Volkslied Misyats Na Nebi (The Moon in the Sky), ihren Song „Freedom Is My Destiny“ und John Lennons Hymne an die Menschlichkeit „Imagine“ spielten.

Das Konzert der MANDOKI SOULMATES mit vielen besonderen Momenten erntete frenetischen Beifall, großartige Kritiken und setzte auch eine massive Botschaft gegen Krieg. „Dieser Krieg ist ein Verbrechen!“ sagt Bandleader Mandoki. „Unschuldige Menschen sterben, verlieren ihre Familie, Freunde und ihre gesamte Lebensgrundlage. Es werden Wohnhäuser, Krankenhäuser, Theater und komplette Städte zerstört. Diese sinnlose Zerstörung und das brutale Morden muss ein Ende haben! Und das jetzt!“

 

Kurz zuvor, während der Konzertproben in Mandokis Red Rock Studios am Starnberger See kam es zu einem Treffen zwischen Leslie Mandoki, seinen Soulmates aus USA, Kamaliya und dem bayerischen Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume. Im Namen des Ministerpräsidenten und der Bayerischen Staatsregierung lud Kunstminister Blume die Künstler ein, ihr geplantes Benefizkonzert zugunsten der Hilfe für ukrainische Flüchtlinge am 24.04. im Herkulessaal der Residenz München zu geben.

„Ich danke Leslie Mandoki für seine Initiative, die Kriegsflüchtlinge mit einem Benefizkonzert zu unterstützen“, betonte Staatsminister Blume. „Deshalb lädt die Staatsregierung hierzu gerne in die Herzkammer Bayerns, den Herkulessaal der Residenz München ein.“

 

Für Leslie Mandoki, der schon als Kind die Brutalität der sowjetrussischen Roten Armee 1956 in Budapest erleben musste und Jahre später selbst als Flüchtling nach Deutschland kam, ist das Thema Flucht eine echte Herzensangelegenheit.

„Der Überfall auf die Ukraine erinnert mich auch an den Volksaufstand der Ungarn 1956, das Streben der Menschen nach Freiheit und Demokratie, das von der Roten Armee blutigst mit Panzern niedergeschlagen wurde. Zerstörung, Kugelhagel und Sterben machten auch vor unserer Wohnung nicht halt. Ich war zwar damals noch keine vier Jahre alt, aber Sterben ist nicht leise und die Wunden, die diese schreckliche Zeit hinterlassen hat, sind tief. Mein Vater nahm selbst die Maschinenpistole eines in unserer Wohnung verstorbenen Studenten in die Hand und wurde so vom pazifistischen Geigenspieler zum Straßenkämpfer. Er bekämpfte mit seinen Freunden sowjetrussische Panzer, die in die Altstadt einrollten mit Molotow-Cocktails.“

Als Künstler flüchtete Mandoki im Alter von 22 Jahren vor der Diktatur, Zensur, Folter und Schießbefehl auf abenteuerliche Weise durch einen Tunnel im Eisernen Vorhang in den Westen, um wie er heute sagt „meinen Traum zu leben und nicht mein Leben zu träumen“.

Die Herzlichkeit der Menschen mit der er in Deutschland aufgenommen wurde hat ihn nachhaltig beeindruckt:

„Als ich 1975 nach der Flucht vor der kommunistischen Diktatur in Deutschland im Zentrallager für Asylsuchende ankam, wurde ich als erstes mit einem „Willkommenspaket“ kleiner nützlicher Gegenstände des täglichen Bedarfs begrüßt. Diese besondere Geste gab mir wirklich das Gefühl, „willkommen zu sein“.

Haben wir nach all dem, was unsere Gesellschaft heute zerreißt und spaltet, in unserer Komfortzone, in unseren Echokammern und Filterblasen noch genug Herzenswärme, um solche schönen und emotionellen Willkommenspakete zu schnüren?

Ich sage das aus eigener Empirik, aus eigener Erfahrung: Lasst es uns tun, lasst es uns gemeinsam tun!“

 

Nach dem Konzert in Burghausen beschlossen Leslie Mandoki und Kamaliya, die als Tochter eines sowjetischen Besatzungssoldaten selbst 6 Jahre in Ungarn gelebt hat, sich gemeinsam an der Ungarisch-Ukrainischen Grenze für die Flüchtlingshilfe zu engagieren und den Geflüchteten, den Helfern und Freiwilligen vor Ort Mut zuzusprechen.

Mandokis Geburtsland Ungarn hat als kleiner Nachbar der Ukraine rund 10 Millionen Einwohner und seit dem Beginn des Krieges bereits über eine halbe Million Flüchtlinge aufgenommen.

„Heute fühle ich mit den Flüchtlingen aus der Ukraine, die versuchen, der Grausamkeit dieses erbarmungslosen Krieges zu entkommen,“ sagt Mandoki. „Deshalb lasst uns alle zusammen helfen, indem wir weiter unser Bestes tun, um dem Frieden eine Chance zu geben! Denken Sie an die Millionen Menschen, die noch auf der Flucht sind. Sie alle brauchen unsere Unterstützung, aber auch menschliche Achtsamkeit, Herzenswärme, Verständnis und Zuspruch.“

 

Die Einnahmen aus dem geplanten MANDOKI SOULMATES Benefizkonzert am 24.4. im Herkulessaal der Residenz München werden zur Soforthilfe für Flüchtlinge an der ungarisch-ukrainischen Grenze und für Hilfsaktionen für Flüchtlinge in Deutschland eingesetzt.

 

Die MANDOKI SOULMATES, die Band der Bandleader ikonischer Rockbands und Jazzlegenden, sind nicht einfach nur eine Band, sondern eine Wertegemeinschaft, die generationsübergreifend ihre Verantwortung wahrnimmt, die Stimme zu erheben und Zeichen zu setzen.

„Wir Musiker denken oft mit dem Herzen und gerade jetzt dürfen wir mit unserer direkten emotionalen Bindung zum Publikum eben nicht ruhen, wir müssen lauter sein als je zuvor!“ sagt Bandleader Mandoki. „Es sind gewaltige, globalen Herausforderungen, vor denen die Menschheit in den kommenden Jahren steht. Klimawandel, Pandemie, Finanz- und Wirtschaftskrisen, Migration, Integration und jetzt dieser brutale, verdammte Krieg mit vielen Millionen Flüchtenden. Diese Herausforderungen werden wir nur bewältigen, wenn wir die Spaltungen über alle Grenzen hinweg überwinden und Achtsamkeit wieder zu unserem Leitmotiv wird.“

 

Mit genau diesen Themen setzen sich auch die Songs von Hungarian Pictures auseinander, eine auf den Themen von Béla Bartók und den Soulmates-Songs basierende Progressive-Jazz-Rock-Suite aus ihrem aktuellen Album, die sie nun auch bei ihrem Benefizkonzert in der Münchener Residenz spielen werden. „Bartók hat Klänge und traditionelle Melodien aus unterschiedlichsten Regionen der Karpatentiefebene gemischt, um mit der völkerverbindenden Kraft der Musik ein Zeichen gegen die Bedrohung durch den Nationalsozialismus zu setzen. Dieser Gedanke des Verbindenden hat mich nachhaltig inspiriert“, erklärt Mandoki und fügt hinzu: „Gerade in derart schweren Zeiten wie diesen, mit den höchsten Inzidenzwerten und einem furchtbaren Krieg mitten in Europa, dürfen wir eines nie vergessen: Music Is The Greatest Unifier!“

 

Auch bei den Soulmates selbst kam es in Burghausen zu einer Demonstration der Einigkeit ganz spezieller Art. Nach dem Konzert in Burghausen lagen sich Backgroundsängerin Ella Markewitz und Kamaliya in den Armen. Das Besondere: Ellas Mutter stammt aus Kasachstan, der Vater aus der gleichen Gegend in Sibirien, wie Helene Fischer. Und auch die Ukrainerin Kamaliya wurde zu Sowjetzeiten in Sibirien geboren. Mandokis Kommentar: „Wenn es nur überall so sein könnte, wie bei uns Soulmates auf der Bühne.“

 

Die Auftritte der SOULMATES in Burghausen und München sind der Auftakt zu einem hoffentlich konzertreichen Jahr 2022, das im November mit einer 18-Städte-Tour durch ganz Deutschland seinen Höhepunkt finden wird.

Pressefotos

© Red Rock Production

Termine

25.03. – 51. Jazzwoche Burghausen, Wackerhalle

05.11. – Berlin
06.11. – Munich
07.11. – Hamburg
09.11. – Düsseldorf
10.11. – Paderborn
11.11. – Bochum
13.11. – Wolfsburg
14.11. – Lübeck
15.11. – Leipzig
17.11. – Magdeburg
19.11. – Bremen
21.11. – Offenbach a.M.
22.11. – Zwickau
24.11.  – Saarlouis
25.11. – Stuttgart
29.11. – Flensburg
30.11. – Münster